Unsere Merino-Farmen


MIXED ENTERPRISE FARM

Ashby ist eine mixed enterprise farm – neben ihren Schafen halten die Bennetts auch einige Rinder und bauen Mohn sowie Weizen an. Die bewusste Gestaltung und Ausrichtung des Betriebes hat der Familie Auszeichnungen eingebracht für „Nachhaltiges und Ökologisches Farm-Management“ sowie für die „Ökologische Kultivierung des Buschland-Ökosystems“.

Ursprüngliches Buschland

35% der 2.800 Hektar sind ursprüngliches Buschland. Die Schafe wiederum weiden in dem weitläufigen Grasland. Die Bennetts verzichten seit vielen Jahren auf Mulesing und züchten stattdessen Yalgoo Merinos, die nicht anfällig für den gefährlichen Fliegenlarven-Befall sind – und zugleich besonders feine Wolle mit 17,5 bis 18,5 Mikron produzieren.

Das Engagement der Bennetts speist sich auch aus der Familientradition heraus. Will und Nina wollen das Land für ihre drei Kinder erhalten und das Bewusstsein, wie fragil die Natur ist, ist in Australien besonders ausgeprägt. Die Auswirkungen des Klimawandels spüren und sehen die Bennetts deutlich und setzen sich entsprechend stark für mehr Nachhaltigkeit ein.


Ortovox Wool Promise

UNSER VERSPRECHEN FÜR FAIRE WOLLE


Rothamay

sie lieben, was sie tun

Duncan, seine Frau Anita und die Kinder Will, Mollie und Oscar leben Rothamay ganz und gar. Sie alle tragen selber gerne hochqualitative Produkte aus Merinowolle, da sie im Winter schön warm halten und einfach gut ausschauen. Doch es steckt viel Arbeit dahinter, den wertvollen Rohstoff nachhaltig zu produzieren und dem Markt anzubieten.

Schon seit den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts gehört Rothamay der Familie Campbell: Duncan repräsentiert heute die fünfte Generation. Er fühlt sich verantwortlich dafür, die Farm in noch besserem Zustand an die nächste Generation weiterzugeben und dafür entsprechend nachhaltig zu wirtschaften.

abwechslungsreiche beweidung

Die Besonderheit von Rothamay ist, dass sich das beweidete Land über zwei Grundstücke hinzieht: Im Sommer (also Dezember bis April) weiden die Schafe in einer Seenlandschaft. Während dieser Zeit kann sich das niedriger gelegene Land erholen und die Pflanzen können sich für den kommenden kalten Winter vorbereiten. Dieses zweistufige Modell spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Landschaftsformen wider: Wo das Seenland vor allem mit Büschen bewachsen ist und im Winter auch einiges an Schnee abbekommt, ist das „lower country“ klassisches, begrastes Weideland.

verpflichtung an die zukunft

Damit die Farm auch für die Zukunft gewappnet ist, hat sich Duncan verpflichtet, einige besonders seltene und bedeutsame Buscharten zu schützen. Auch achtet er darauf, das Land nicht über die Maßen zu strapazieren und zu viele Schafe zu halten. Wichtiger ist ihm, regelmäßig zu prüfen ob alle Tiere genügend Futter und Wasser haben und dass es ihnen auch sonst an nichts fehlt.


familie young

Lewisham wurde von Familie Young 1946 gekauft, der heutige Besitzer Lindsay erweiterte den Grund nach und nach und bewirtschaftet die Farm gemeinsam mit seiner Frau auf besonders nachhaltige Weise.

property plan

Lewisham folgt einem eigenen Property Plan, der auf besonders wichtige Aspekte bei der Schafhaltung eingeht und Kriterien für das Wohlergehen von Land und Tieren aufstellt. Genaue Planung schon Ressourcen, dies gilt vor allem für exakte Futtermengen. Lindsay und Rae berechnen genau den Bedarf ihrer Tiere und füttern täglich, anstatt bloß eine größere Menge Futter auszustreuen. Auf diese Weise können sie ihre Schafe besser versorgen, was sich u.a. auch in der Qualität der Wolle spiegelt. Auch die Wasserzufuhr je „Paddock“ (Koppel) ist durch ein Bewässerungssystem gesteuert, sodass die Schafe immer genug zu trinken haben.

Für ihre „Paddocks“ wenden die Youngs ein ausgetüfteltes Rotations-System an, um den jeweiligen Weiden genügend Zeit zur Regeneration zu geben. Auf den verschiedenen Weiden wachsen unterschiedliche Gras- und Pflanzensorten, welche die Schafe mit verschiedenen Nährstoffen versorgen.

sheering-shed

Geschoren werden die Schafe bei den Youngs alle acht Monate, damit eine gewisse Länge der Wolle erreicht wird. Im „sheering-shed“ ist Platz für 1.100 Schafe. An fünf Stationen werden die Schafe geschoren, die Wollfelle werden auf Sortiertischen beurteilt und auf Boxen verteilt. Die Wolle wird in 200kg- Ballen in Nylonsäcke gepresst, markiert und abtransportiert.

Auch die Youngs arbeiten mit Zuchttieren und genetischer Auswahl, um die Wollqualität in Bezug auf Feinheit der Wolle zu verbessern. Hierzu werden immer wieder Böcke mit genau analysierten genetischen Merkmalen eingekauft.

Mixed enterprise farm

Eine der größten Herausforderungen heute ist der Umgang mit der Ressource Wasser. Aufgrund des wenigen Regens der letzten Jahre und der dadurch verkleinerten Schafherde müssen Ray und Lindsay auf eine (in Tasmanien übliche) „mixed enterprise farm“ übergehen: Rae zum Beispiel experimentiert seit mehreren Jahren mit dem Anbau von verschiedenen Pflanzen wie etwa Beeren, Knoblauch und Bohnen.

in der welt zuhause

Lindsay und Ray sind auf der Farm zuhause, aber auch immer wieder in der Welt unterwegs: Dank ihrer ausgezeichneten Organisation können sich die beiden jedes Jahr ein paar Wochen zum Reisen herausnehmen. In dieser Zeit beauftragen sie jemanden zum „Farm-sitting“. So erkunden sie noch immer die Welt - die letzte Fernreise ging zum Beispiel nach Bhutan.


kenilworth

dave taylor

Heute begrüßt uns auf Kenilworth ein junger Dave Taylor, der die Farm in mittlerweile sechster Generation gemeinsam mit seiner Familie führt. Hektik ist ein Fremdwort auf der Farm, deshalb fühlt sich die Familie hier auch so wohl. Die sozialen Kontakte sind außerdem auf Tasmanien viel intensiver als auf „mainland“ Australien: Jeder kennt jeden und das Klima ist viel angenehmer und ausgeglichener. Die Kinder wachsen in einer natürlichen Umgebung und mit „outdoor life“ auf.

höchste wollqualität

Ein typischer Tag auf Kenilworth fängt zwischen 6 und 7 Uhr morgens an. Dave kontrolliert die Tiere und Weiden, dass immer genügend Wasser und Futter zur Verfügung stehen – nur dadurch wird eine optimale Wollqualität erzielt. Im Bezirk von Campbelltown wird eine der feinsten Merinowollen überhaupt produziert.

Schafzucht

Bei der Schafzucht verbindet Dave bewährte Traditionen mit modernen Ansätzen: So setzt er auf zeitgemäße Untersuchungsmethoden, um seine Tiere gesund und die Wollproduktion auf hohem Niveau zu halten.

Schafschur

Jährlich wird anhand von Parametern wie etwa Wolldicke (Mikrons) und Woll-Länge eine Rangfolge ermittelt, damit die Herde immer auf den besten Zuchttieren aufbaut. Sechs Wochen im Jahr steht das Scheren an: Ein Schaf liefert ca. 6 Kilogramm Wolle, Dave produziert somit um die 43.000 Kilogramm Wolle jährlich. An ORTOVOX gehen etwa 50 % seiner besten Wolle.

DAves Kapital

Dave ist bewusst, dass die Tiere und das Land sein bestes und einziges Kapital sind. Anders wäre es ihm nach eigener Aussage auch nicht möglich, in sechster Generation diese Farm zu betreiben.


beaufront

ÖKOLOGIN AM HOF

Die Ökologin und Universitätsdozentin Kerry Bridle ist auf Beaufront zwei Tage die Woche angestellt. Ihre Aufgabe besteht darin, das Nachhaltigkeitsmanagement der Farm zu optimieren und neue Wege aufzuspüren. Sie führt Studien an Pflanzen und Insekten, dem Boden und den Herden durch, testet neue Lösungen und etabliert wegweisende Maßnahmen.

GLEICHSTELLUNG AUF ALLEN EBENEN

Auf der Beaufront-Farm gibt es bei den Mitarbeitern weder Titel noch Hierarchien. Die Motivation der Angestellten soll sich nicht aus einer erreichten Leistung heraus speisen, sondern aus einem Eigenantrieb. Liebt der Mensch seine Arbeit, sieht er sie als sinnvoll und bereichernd an – und davon profitiert auch das Unternehmen.

MIT TIEFER ÜBERZEUGUNG

Die große Farm der von Bibras (und auch ihr großer Erfolg) stützt sich auf ein festes Fundament. Zu den Grundpfeilern der Beaufront-Philosophie zählen: Kenne dich selbst in allen Bereichen aus. Lerne aus deinen Fehlern. Bleibe stets flexibel und passe dich schnell an. Vertraue den Mitarbeitern und übertrage ihnen Verantwortung.


bicton

VON DER NACHHALTIGKEIT PROFITIEREN

George war eigentlich Banker, als er die Bicton-Farm von seinem Vater übernahm. Als zahlengetriebener Betriebswirschaftler blickte er zunächst in die Bücher und auf andere Farmen. Er erkannte, dass die Profitabilität tatsächlich in direktem Zusammenhang mit dem Tier- und Naturwohl steht. Schritt für Schritt stellte er deshalb die Farm um.

GANZHEITLICH und UNABHÄNGIG

Was George Gatenby noch an seiner Schaffarm schätzt: Für ihn ist es ein ganzheitliches Unterfangen, über das er selbst die Kontrolle hat. „Das Tier, die Wolle, das Fleisch – alles ist sehr kostbar und man ist in diesem Kreislauf weniger abhängig von anderen, von Märkten genauso wenig wie von Unternehmen.“

DER BODEN ALS BASIS

Der Boden ist für den jungen Farmer eine der zentralen Themen. Er richtet sein Augenmerk deshalb auf dessen nachhaltige Pflege. Hat der Boden Luft zu atmen, bietet er eine gesunde, ausbalancierte Grundlage für natürliches Wachstum – für saftiges Gras und somit schließlich auch für robuste Schafherden und außergewöhnlich gute Wolle.


glenelg

WACHSENDES VERSTÄNDNIS

Dem Konsumenten, so ist Charles überzeugt, wird immer mehr bewusst, dass alles zusammenhängt und wie entscheidend deshalb auch eine nachhaltige Ausrichtung im Alltag ist: „Den Schaffarmern wird mehr Anerkennung zugesprochen. Die Menschen schätzen natürliche Produkt, die einen deutlich geringeren negativen Impact auf die Umwelt haben als künstliche Fasern.“

VON GENERATION ZU GENERATION

Charles und seine Frau Sally haben drei Kinder und schon allein ihr stolzes Traditionsbewusstsein lässt die Familie ein bewusstes Farm-Management einschlagen. „Jede Generation hat sich sehr um das Land gekümmert und versucht, es in einem besseren Zustand an die Kinder weiterzugeben. Das wollen wir natürlich ebenfalls fortsetzen.“

LANGFRISTIG DAS LAND PFLEGEN

Das hügelige, eher trockene Land im Derwent Valley ist die perfekte Umgebung für die 16.500 Merinoschafe auf der Farm. Damit das auch so bleibt, bemühen sich die Downies um den Schutz des Ökosystems. „Uns geht es nicht um das Resultat in einem Jahr, sondern um eine Landschaft, die auch in 30, 60 oder 100 Jahren noch gesund ist.“