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Unterkühlung
Unterkühlung

Unterkühlung

Auch im Sommer kann man beim Klettern so stark auskühlen, dass es für den Kletterer gefährlich werden kann. Beim ersten Kältegefühl sollte daher wärmere Kleidung übergezogen werden. Besonders in langen, alpinen Klettertouren ist winddichte, warme Kleidung essentiell – selbst wenn beim Einstieg die Sonne scheint. Plötzliches Unwetter, Schatten oder Wind können die Gefahr erheblich verstärken.

Schritt 1: Symptome überprüfen

Symptome für eine erste Unterkühlung sind Kältempfinden, Zittern sowie blaue Lippen. Kommt Müdigkeit/Apathie hinzu und eine erhöhte Muskelstarre, dann befindet sich der Kletterer bereits in einem Grenzbereich. Sobald es zu Bewusstseinseintrübungen kommt, ist die Situation lebensbedrohlich.

Schritt 2: Schweregrad bewerten

Die Unterkühlung wird in mehrere Schweregrade unterteilt. Entscheidend ist jedoch die Feststellung, ob die unterkühlte Person sich noch selbständig bewegen möchte und kann. Ist dem so, sollte sie sich unbedingt gut bewegen, damit sie wieder richtig warm wird, auch Arme und Beine. Eine gute Möglichkeit dafür ist einen Hampelmann zu machen. Nasse Kleidung sollte gegen trockene gewechselt werden und es sollte möglichst viel warme Kleidung angezogen und etwas Warmes, wenn vorhanden, getrunken werden.

Schritt 3: Weiterem Auskühlen entgegenwirken

Möchte oder kann sich die unterkühlte Person selber nicht mehr bewegen, sollte sie das auch nicht mehr. Um ein weiteres Auskühlen zu verhindern ist sie warm und winddicht einzupacken. Nasse Kleidung darf nicht mehr ausgezogen werden. Das bringt zu viel Bewegung in Arme und Beine und birgt die Gefahr, dass sich das kalte Schalenblut mit dem warmen Kernblut vermischt. Ein sehr langsames und vorsichtiges umbetten, bei dem darauf geachtet wird, dass die Arme und Beine nicht rumschlackern, sollte jedoch durchgeführt werden, um den Wärmeerhalt zu sichern.

Es wird ein Notruf und professionelle Hilfe für den Abtransport in eine Spezialklinik benötigt.

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