LAWINENSONDEN GUIDE

Schneller sein im Notfall: Informiere dich jetzt, worauf du beim Kauf einer hochwertigen Lawinensonde achten solltest.

Bei einem Lawinenunfall zählen Sekunden. Neben LVS-Gerät und Lawinenschaufel ist deswegen die Lawinensonde ein zentraler Bestandteil der Notfallausrüstung. Welche Funktionen, Sicherheitsstandards und Features bei einer hochwertigen Lawinensonde wichtig sind, erklärt Chris Semmel, Bergführer und Ausbilder beim Verband Deutscher Berg- & Skiführer (VDBS), im ORTOVOX LAWINENSONDEN GUIDE.


FUNKTION DER LAWINENSONDE

Warum ist die Lawinensonde ein unentbehrlicher Teil der Lawinensicherheitsausrüstung?

Die Sonde ist ein wesentlicher Bestandteil in der Lawinensicherheitsausrüstung. Nur mit ihr kann die exakte Lage sowie die Verschüttungstiefe des Verschütteten ermittelt und gleichzeitig schnell gehandelt werden. Denn im Falle eines Lawinenunfalls geht es um Geschwindigkeit, die Leben retten kann.
Untersuchungen haben gezeigt, dass ohne Lawinensonde bei der Feinortung bzw. Punktortung das Ausgraben doppelt so viel Zeit benötigt wird: ca. 25 Minuten. Mit Sonde beträgt die durchschnittliche Rettungsdauer 11 Minuten. Somit ist ohne Sonde die Rettung innerhalb der überlebenswichtigen 15 Minuten kaum möglich.  


ELEMENTE DER LAWINENSONDE

  • Schnell-Spannsystem & Quick-Release Hülle

    Schneller sein – um das geht es mit jedem Detail. Deswegen ist der Einsatz eines intuitiven und effektiven Spannsystems am Kopf der Sonde ausschlaggebend. Das innovative PFA-Schnellspannsystem 2.0 ist intuitiv, schnell und packfreundlich. Durch die Schnellspannschlaufe lässt sich die Sonde direkt aus der extra dafür entwickelten Quick-Release Hülle heraus spannen. Das PFA-Schnellspannsystem 2.0 in Kombination mit der Quick-Release Hülle ermöglichen damit unmittelbares Öffnen und Spannen mit einem Handgriff – ohne die Sonde vorher aus der Hülle nehmen zu müssen.
    Das Quick-Lock-Spannsystem ist ein Knotenspannsystem, welches einfaches und schnelles Spannen ermöglicht. Die Sonde ist sekundenschnell einsatzbereit und genauso schnell wieder entspannt. An der optimierten Stellschraube kann die Spannung durch einfaches Drehen nachjustiert werden.

  • Stabilität

    Für effektives Sondieren muss eine Sonde genügend Stabilität und Steifigkeit ausweisen, um bei der Anwendung nicht zu verlaufen. Nur so kann präzise und effizient ohne Fehlergebnisse sondiert werden. Je größer der Durchmesser einer Sonde bei gleichem Material, desto steifer, aber gleichzeitig schwerer, ist sie.  

  • Länge

    Die Länge einer Lawinensonde ist wichtig: Gängig sind Längen von 240 cm, die die durchschnittliche Lawinenverschüttungstiefe abdeckt. Dabei muss die Sonde trotzdem noch kompakt und leicht verstaubar sein. Unsere Sonden bestehen aus sechs bis sieben Sonden-Elementen und sind insgesamt mind. 240 cm lang. Dank der einzelnen, kürzeren Segmente lässt sich jede Sonde problemlos im Rucksack bei geringem Packmaß verstauen. 

  • Visuelles Leitsystem

    Das intuitive visuelle Leitsystem gibt jederzeit einen schnellen und klaren Aufschluss über die Verschüttungstiefe. Dank der eindeutigen 1 m-Markierung, der kontrastreichen Tiefenskala sowie der farbigen Endsegmente kann die Schaufelstrategie optimal angepasst und wichtige Zeit gespart werden. Das unterste, neonorange Segment zeigt an, wenn man sich dem Verschütteten annähert.
    Eine genaue Zentimeter-Angabe hilft die exakte Verschüttungstiefe ablesen zu können und ein Schneeprofil zu erstellen. 

  • Sondenspitze

    Eine voluminöse Sondenspitze, das heißt ein deutlich größerer Durchmesser der Spitze als die Sondenelemente, verspricht besseres Eindringen. So wird Reibung beim Sondieren verringert. Zudem ist dringt eine spitze Sondenspitze leichter durch harten Lawinenschnee ein. 

  • Materialien

    Grundlage und Fundament einer guten Sonde ist ihr Material. Das Material muss leicht sein, gleichzeitig für Stabilität sorgen. Für unsere Alu-Sonden verwenden wir das high-end 7075 ALUMINIUM T6, welches Gewicht und Steifigkeit im optimalen Verhältnis bringt. Carbon ist das Material für unsere Leichtgewichte: Carbon ist steif, extrem leicht und vereist dank der geringen Wärmeleitfähigkeit weniger schnell. Für Anwender, denen Verlässlichkeit und hohe Führungsgenauigkeit wichtiger sind als Gewicht, bieten wir Sonden aus Stahl.

  • Zugsystem

    Als Zugsystem kommen in unseren Sonden Stahl oder Aramid zum Einsatz. Dadurch, dass Stahl keine Dehnung aufweist, zählt es zu den zuverlässigsten Zugsystemen. Bei Sondensegmenten aus Alu/Carbon verwenden wir Aramid. Aramidfasern sind leichter, weisen aber dennoch hohe Festigkeit und Stabilität bei geringer Dehnung auf und eignen sich deswegen ideal als Zugsystem. 


LAWINEN BASICS

Richtig Sondieren bei einem Lawinenunglück

Nach der Feinsuche mit LVS-Gerät und der Markierung des Punktes, folgt die Punktortung mit der Lawinensonde. Erfahre hier, wie du richtig sondierst!

  1. Ausgehend von dem Punkt mit der kleinsten Entfernungsmessung sondierst du systematisch von innen nach außen im gezeigten Raster von 25cm.
  2. Nach einem Treffer bleibt die Sonde stecken und dient beim Ausgraben der Orientierung.
  3. Tipp: Immer im 90° Winkel zur Schneeoberfläche sondieren.

Jetzt mehr Lernen

Online oder bei einem unserer Lawinenkurse

Die interaktive Lawinenausbildung für daheim: Die online ORTOVOX SAFETY ACADEMY LAB.

Mach dich für die Powder-Saison bereit!

STARTE JETZT DEIN ONLINE TUTORIAL!

Nur mit Wissen kannst du das Lawinenrisiko reduzieren: In den SAFETY ACADEMY LAWINENKURSEN informieren wir in Zusammenarbeit mit internationalen Bergschulen umfassend über die Risiken im Gelände. Lass dich zwischen schneebedeckten Bergen ausbilden und reduziere das Risiko!

BUCHE JETZT EINEN UNSERER LAWINENKURSE!

LAWINENSONDEN IM VERGLEICH

LAWINENSONDEN AUS KARBON

100 € *

LAWINENSONDEN AUS ALUMINIUM

55 € *
65 € *
ALU 240
PROBES
40 € *
80 € *

LAWINENSONDEN AUS STAHL

110 € *

Entdecke den ORTOVOX LAWINENSCHAUFEL GUIDE und erfahre alles rund um das Thema Schaufeln!