UNSERE MERINO-FARMEN

ENTDECKE DEN URSPRUNG UNSERER WOLLE

Seit 2010 beziehen wir unsere Merinowolle von sechs Farmen in Tasmanien. Unsere Beziehung zu den Farmern ist geprägt von Freundschaft und gegenseitigem Vertrauen. Im Mittelpunkt stehen die Schafe und die Menschen in ihrer Umgebung. Entdecke auch du die Geschichten, die jede Merino-Farm einzigartig macht!
Landkarte Tasmanien

MONTACUTE

Wilde Natur für feinste Wolle

Schäfer Richard Hallett Die Klassifizierung der Wolle bei der Schur

Beste natürliche Bedingungen für beste Merinowolle: Das finden wir auf der Farm Llanberis Pastoral, wo die Schafe der Familie Hallett leben und wo besonders feine Wolle produziert wird. Montacute steht als Marke für diese Wolle und für die ökologische Art und Weise, wie sie gewonnen wird. Die „farming family“, die aus zwei Haushalten besteht, bringt mit Stolz ein Produkt hervor, das wie kein anderes ganz natürliche Werte in sich vereint.  

FACTS:

  • 25.000 Merinoschafe verteilen sich auf 8.100 Hektar Land
  • Die Farm liegt auf 150 bis 660 Meter Höhe über Normalnull
  • Montacute: Eine Wollmarke seit 100 Jahren
  • Seit den 1880er Jahren betreibt die Familie Hallett die Farm Llanberis Pastoral

 

Das Land der Halletts liegt in einer der trockensten Landstriche von Tasmanien - das bedeutet gleichzeitig perfekte Bedingungen für die Produktion von hochqualitativer Merinowolle. Die Schafe streifen über die offenen oder bewaldeten Weideflächen, sie kommen unter Eukalyptusbäumen zusammen oder auf den weiten Koppeln, wo sie Schutz vor Sonne und Wind finden. Die Schafe können frei entscheiden, ob sie über bewässertes Weideland ziehen oder sich auf steinigen, unberührten Flächen niederlassen. Innerhalb der Koppeln liegen so viele verschiedene Landschaftsarten, dass den Schafen immer die ganze Nahrungsvielfalt zugute kommt, welche die tasmanische Natur zu bieten hat.

Überhaupt wird auf Llanberis Pastoral großer Wert auf das Wohlergehen der Schafe gelegt: Mäuler, Zähne und Füße werden regelmäßig untersucht, meist im Zuge des Scherens im Juli oder November/Dezember, wenn 70% der Wolle geschoren werden.

Jeden zweiten Tag kontrolliert ein Farmer die weidende Herde und prüft, ob es den Tieren gut geht und ob genügend Futter und Wasser vorhanden sind.

 

 

  • Merinoschafe auf den weiten Feldern Montacutes

Die Halletts bewohnen Llanberis Pastoral in zwei Haushalten: Neben Richard mit seinen vier Kindern leben hier noch sein Bruder James mit Allison und ihren Kinder.

Die Eltern der Brüder haben die Farm zum großen Teil schon den Söhnen überlassen und leben in Hobart, eine Autostunde entfernt. Die Familie produziert Merinowolle mit großer Leidenschaft, sie ist Teil ihrer „farming DNA“ und sorgt dafür, dass das Land erhalten bleibt.

Ein Teil der Farmfläche wird auch für den Anbau von Nutzpflanzen verwendet, die wiederum bis nach Deutschland gelangen. Doch den größten Anteil der landwirtschaftlichen Produktion macht die Montacute Merinowolle aus, die zwischen 16 und 20 Mikron misst. Die genetischen Eigenschaften der Herde sorgen für einen kräftigen, hellen und sauberen Rohstoff, der hervorragende Trageeigenschaften aufweist.

Richard betont, dass er und seine Familie sich als „Hüter“ ihres Landes sehen, deren wichtigstes Ziel es ist, Land und Tiere an die nächste Generation weiterzugeben - unter den gleichen oder sogar besseren Bedingungen, als sie es selbst erhalten haben. 


ASHBY

Leidenschaft für Schafe trifft Familie mit Herz

ASHBY
Familie Bennet Die Merinoschaf Farm Ashby

In den östlichen Highlands von Tasmanien liegt eine der Merinofarmen, von der wir die Merinowolle für unsere Mountainwear Kollektion beziehen. Seit über 100 Jahren lebt die Familie Bennett auf der Ashby Farm. Heute halten Will, Nina und die Kinder Alice, Percy und Dougal auf 2.800 Hektar Land ungefähr 9.000 Merinos.

FACTS:

  • Will Benett führt die Farm bereits in der fünften Generation
  • Pro Jahr werden auf der Farm 43.000 kg Wolle produziert, die Hälfte davon geht an ORTOVOX
  • Ein Schaf liefert im Jahr ca. 6 kg Wolle
  • Ashby ist als "mixed enterprise farm" einer der wenigen Betriebe, auf dem bereits seit neun Jahren Schafe auch gezüchtet werden

 

Kein typischer Bauernhof: Die Familie Bennett wohnt auf Ashby in einem stolzen Anwesen aus Sandstein, das bereits 1835 gebaut wurde. Das Haus ist von einem wunderschönen Garten mit vielen Blumen und Rosen umgeben. Die alten, hohen Bäume sind ausschließlich europäischer Herkunft, man erkennt Pappeln, Linden, Birken und viele andere. Trotz der landschaftlichen Weite lebt die Familie sehr „down to earth“ und keineswegs isoliert.

Die nächste Stadt mit Einkaufsmöglichkeit sowie die nächste Farm und damit wichtige soziale Kontakte sind nur ein paar Minuten Autofahrt entfernt und selbst in eine größere Stadt wie Launceston ist es nur eine knappe Stunde. Die Schafe allerdings bleiben eher unter sich.

Oftmals sehen sie über Wochen keinen Menschen und sind ganz auf sich alleine gestellt. 35% des Farmlands sind ursprüngliches Buschland, vor allem in den hügeligen Regionen - die Täler bestehen aus Grasland. Will hat sich auf eine bestimmte Merinoart konzentriert, die „Yalgoo Merinos“. In diesen Tieren steckt viel Zuchterfahrung, um die super-feine Merinowolle mit 17,5 bis 18,5 Mikron zu produzieren.

  • Schafschur auf der Merinofarm Ashby

Die auf Ashby produzierte extrem feine Wolle fühlt sich auf der Haut besonders angenehm an und hält trotz dünner Schichten extrem warm.

Ashby ist eine "mixed enterprise farm“, das heißt die Bennetts halten außer Merinoschafen auch einige Rinder,  zudem bauen sie Mohn und Weizen an. Es gibt sogar schon seit einigen Jahren einen Farm-Management-Plan - die Belohnung hierfür war die Auszeichnung mit dem „Zertifikat für nachhaltiges und ökologisches Farm-Management“ und für „die ökologische Kultivierung des Buschland-Ökosystems“.

Interview mit Schäfer Will

ROTHAMAY

Schafe und Natur, Handwerk und Verstand

Merinoschafe auf der Farm Rothamay
  • Wolle von der Farm Rothamay

Frost, Schnee und eisige Temperaturen im Winter, aber fast 40 Grad im Sommer: Das ist Rothamay in Bothwell, Tasmanien. Duncan und seine Familie kümmern sich hier um 11.000 Merinoschafe und 3.500 Hektar Land. Eine Lebensaufgabe, die die Familie jedoch mit großer Leidenschaft und Sinn fürs Pragmatische angeht.

FACTS:

  • Die Farm wird heute in der fünften Generation von der Familie Campbell bewirtschaftet
  • Vier Hunde sorgen auf Rothamay für Ordnung innerhalb der Herde
  • 11.000 Merinos verteilen sich auf 3.500 Hektar Land in zwei verschiedenen Höhenlagen
  • Die Merinos von Rothamay liefern Wolle mit 18 bis 19 Mikron Durchmesser

 

Sie lieben, was sie tun: Duncan, seine Frau Anita und die Kinder Will, Mollie und Oscar leben Rothamay ganz und gar. Sie alle tragen selber gerne hochqualitative Produkte aus Merinowolle, da sie im Winter schön warm halten und einfach gut ausschauen. Doch es steckt viel Arbeit dahinter, den wertvollen Rohstoff nachhaltig zu produzieren und dem Markt anzubieten.

Merinoschafe auf der Farm Rothamay
Rothamays Schäfer Duncan und Anita Schafschur auf der Merino Farm Rothamay

Schon seit den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts gehört Rothamay der Familie Campbell: Duncan repräsentiert heute die fünfte Generation. Er fühlt sich verantwortlich dafür, die Farm in noch besserem Zustand an die nächste Generation weiterzugeben und dafür entsprechend nachhaltig zu wirtschaften.

Die Besonderheit von Rothamay ist, dass sich das beweidete Land über zwei Grundstücke hinzieht: Im Sommer (also Dezember bis April) weiden die Schafe in einer Seenlandschaft. Während dieser Zeit kann sich das niedriger gelegene Land erholen und die Pflanzen können sich für den kommenden kalten Winter vorbereiten. Dieses zweistufige Modell spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Landschaftsformen wider:

Wo das Seenland vor allem mit Büschen bewachsen ist und im Winter auch einiges an Schnee abbekommt, ist das „lower country“ klassisches, begrastes Weideland.

Damit die Farm auch für die Zukunft gewappnet ist, hat sich Duncan verpflichtet, einige besonders seltene und bedeutsame Buscharten zu schützen. Auch achtet er darauf, das Land nicht über die Maßen zu strapazieren und zu viele Schafe zu halten. Wichtiger ist ihm, regelmäßig zu prüfen ob alle Tiere genügend Futter und Wasser haben und dass es ihnen auch sonst an nichts fehlt. 

LEWISHAM

Schafe und Umwelt immer im Blick

Merino Farm Lewisham
Die Betreiber der Farm: Lindsay und Ray Young Lindsay und Rays Merinoschafe

Lindsay und Rae Young kümmern sich mit vereinten Kräften um ihre Schafherde auf Lewisham. Rae ist studierte Botanikerin und kann so die analytische Arbeitsweise aus der Forschung zum Vorteil der Farm einsetzen. Lewisham wurde so zur Vorzeigefarm in Bezug auf nachhaltiges Wirtschaften.

FACTS:

  • 6.000 Schafe verteilen sich auf 1.000 Hektar Land
  • Die Regenmenge bestimmt, wie viele Schafe tatsächlich gehalten werden können
  • Alle acht Monate werden die Schafe geschoren
  • Ein eigener Property Plan gibt vor, welche Aspekte bei der Schafhaltung beachtet werden müssen

 

Lewisham wurde von Familie Young 1946 gekauft, der heutige Besitzer Lindsay erweiterte den Grund nach und nach und bewirtschaftet die Farm gemeinsam mit seiner Frau auf besonders nachhaltige Weise.

Lewisham folgt einem eigenen Property Plan, der auf besonders wichtige Aspekte bei der Schafhaltung eingeht und Kriterien für das Wohlergehen von Land und Tieren aufstellt. Genaue Planung schon Ressourcen, dies gilt vor allem für exakte Futtermengen. Lindsay und Rae berechnen genau den Bedarf ihrer Tiere und füttern täglich, anstatt bloß eine größere Menge Futter auszustreuen. Auf diese Weise können sie ihre Schafe besser versorgen, was sich u.a. auch in der Qualität der Wolle spiegelt. Auch die Wasserzufuhr je „Paddock“ (Koppel) ist durch ein Bewässerungssystem gesteuert, sodass die Schafe immer genug zu trinken haben.

Für ihre „Paddocks“ wenden die Youngs ein ausgetüfteltes Rotations-System an, um den jeweiligen Weiden genügend Zeit zur Regeneration zu geben. Auf den verschiedenen Weiden wachsen unterschiedliche Gras- und Pflanzensorten, welche die Schafe mit verschiedenen Nährstoffen versorgen.

  • Merinoschaf auf den Weiden von Lewisham

Geschoren werden die Schafe bei den Youngs alle acht Monate, damit eine gewisse Länge der Wolle erreicht wird. Im „sheering-shed“ ist Platz für 1.100 Schafe. An fünf Stationen werden die Schafe geschoren, die Wollfelle werden auf Sortiertischen beurteilt und auf Boxen verteilt. Die Wolle wird in 200kg- Ballen in Nylonsäcke gepresst, markiert und abtransportiert.

Auch die Youngs arbeiten mit Zuchttieren und genetischer Auswahl, um die Wollqualität in Bezug auf Feinheit der Wolle zu verbessern. Hierzu werden immer wieder Böcke mit genau analysierten genetischen Merkmalen eingekauft.

Eine der größten Herausforderungen heute ist der Umgang mit der Ressource Wasser. Aufgrund des wenigen Regens der letzten Jahre und der dadurch verkleinerten Schafherde müssen Ray und Lindsay auf eine (in Tasmanien übliche) „mixed enterprise farm“ übergehen: Rae zum Beispiel experimentiert seit mehreren Jahren mit dem Anbau von verschiedenen Pflanzen wie etwa Beeren, Knoblauch und Bohnen.

Lindsay und Ray sind auf der Farm zuhause, aber auch immer wieder in der Welt unterwegs: Dank ihrer ausgezeichneten Organisation können sich die beiden jedes Jahr ein paar Wochen zum Reisen herausnehmen. In dieser Zeit beauftragen sie jemanden zum „Farm-sitting“. So erkunden sie noch immer die Welt - die letzte Fernreise ging zum Beispiel nach Bhutan.

KENILWORTH

Wollexpertise bis zur feinsten Faser

Merino Farm Kenilworth
Merino Farm Kenilworth Merinoscahfe auf der Farm Kenilworth

Kenilworth hat eine besondere Geschichte: Es ist die ehemalige Farm der berühmten Eliza Forlonge aus Glasgow, welche die ersten Merinoschafe aus Sachsen nach Australien bzw. Tasmanien importiert hat. Zu Fuß trieb sie die Schafe bis an den Hafen von Hamburg, um sie von dort nach Tasmanien zu verschiffen. In dieser Zeit war das eine riskante und durchaus mutige Unternehmung – gerade für eine Frau, die alleine unterwegs war.

FACTS

  • Die feinste Wolle überhaupt kommt aus der Region Campbelltown 
  • Kenilworth erstreckt sich über 1.400 Hektar Land
  • Das trockene Klima begünstigt eine erfolgreiche Schafzucht
  • 400 der 7.000 Schafe sind ausgewählte Zuchttiere

 

Elizas Schafe bildeten die Grundlage für die Feinwollindustrie Australiens. 1835 verkaufte Eliza nach dem Tod ihres Mannes schließlich die Farm und Teile der Herde an einen gewissen Dave Taylor. Heute begrüßt uns auf Kenilworth ein junger Dave Taylor, der die Farm in mittlerweile sechster Generation gemeinsam mit seiner Familie führt. Hektik ist ein Fremdwort auf der Farm, deshalb fühlt sich die Familie hier auch so wohl. Die sozialen Kontakte sind außerdem auf Tasmanien viel intensiver als auf „mainland“ Australien: Jeder kennt jeden und das Klima ist viel angenehmer und ausgeglichener. Die Kinder wachsen in einer natürlichen Umgebung und mit „outdoor life“ auf.

Ein typischer Tag auf Kenilworth fängt zwischen 6 und 7 Uhr morgens an. Dave kontrolliert die Tiere und Weiden, dass immer genügend Wasser und Futter zur Verfügung stehen – nur dadurch wird eine optimale Wollqualität erzielt. Im Bezirk von Campbelltown wird eine der feinsten Merinowollen überhaupt produziert.

  • Schafzucht

    Bei der Schafzucht verbindet Dave bewährte Traditionen mit modernen Ansätzen: So setzt er auf zeitgemäße Untersuchungsmethoden, um seine Tiere gesund und die Wollproduktion auf hohem Niveau zu halten.

    Schäfer Dave bei der Schafschur
  • Nur die beste Merinowolle wird zu Garn verarbeitet

    Schafschur

    Jährlich wird anhand von Parametern wie etwa Wolldicke (Mikrons) und Woll-Länge eine Rangfolge ermittelt, damit die Herde immer auf den besten Zuchttieren aufbaut. Sechs Wochen im Jahr steht das Scheren an: Ein Schaf liefert ca. 6 Kilogramm Wolle, Dave produziert somit um die 43.000 Kilogramm Wolle jährlich. An ORTOVOX gehen etwa 50 % seiner besten Wolle.

  • Daves Kapital

    Dave ist bewusst, dass die Tiere und das Land sein bestes und einziges Kapital sind. Anders wäre es ihm nach eigener Aussage auch nicht möglich, in sechster Generation diese Farm zu betreiben.

    Schäfer Dave auf einer Weide

STONEHENGE

Eine Festung aus Sandstein - ein Paradies für Schafe

Die Ländereien der Merinoschaf Farm Stonehenge
Schäfer Elliot und seine Frau Felicia Merinoschafe auf der Farm Stonehenge

Wie auf den anderen Farmen auch, ist ein Arbeitstag auf Stonehenge lang: Er endet meist nicht vor 21 Uhr, wenn Buchhaltung und Organisatorisches erledigt werden müssen. Die Arbeit untertags wechselt zwischen Weiden abfahren, Tiere überprüfen, Getreideanbau oder Ernte. Je nach Jahreszeit fallen fast täglich andere To Do’s an.

FACTS:

  • 7.000 Schafe verteilen sich auf 3.800 Hektar Land
  • Alle 4 bis 5 Tage wechseln die Schafe die Weiden, damit sich das Gras erholen kann
  • Die Wolldicke durch Züchtung zu verändert, dauert sehr lange, bis zu 10 Jahren
  • Stonehenge befindet sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Familienbesitz der McShanes

 

Wenn man auf die Stonehenge Farm kommt, sieht man schon von Weitem das eindrucksvolle Anwesen auf der Anhöhe. Gelbe Sandsteinmauern, große weiße Fenster, weiße Balkone. Das Haus wurde im 18. Jahrhundert aus festem Sandstein gebaut. Es ist bis heute in einem hervorragenden Zustand.

Elliot und Felicia McShane führen den Stonehenge-Teil der einst noch viel größeren Farm, den Elliots Großvater Anfang des 20. Jahrhunderts in den Familienbesitz brachte. Elliots Bruder Markus bewirtschaftet den anderen Teil des Betriebes.

Um die Farm kümmern sich Elliot und Felicia gemeinsam, für das Scheren, Sortieren der Wolle und andere Arbeiten kommen externe Helfer zur Unterstützung, so wie das auf allen Farmen üblich ist. Nebenbei kümmert sich „Flea“ um das riesige Haus und den Garten und unterstützt tatkräftig ihre drei Kinder, die alle ein Internat besuchen und nur an den Wochenenden zuhause sind. Elliot ist selber auf einer Farm aufgewachsen und hat sowohl die Kindheit im Freien als auch die Arbeit mit den Tieren sehr genossen. Flea hat „horse management“ studiert und bringt ihr Wissen seit nunmehr 25 Jahren auf der Farm und in der Wollproduktion auf Stonehenge mit ein. 2015 hat sie außerdem ein kleines Cottage hergerichtet, in dem Pferdeliebhaber unweit ihres vierbeinigen Partners übernachten können. 

Merinoschafe auf der Farm Stonehenge
  • Merino Farm Stonehenge in Tasmanien

Auf Stonehenge wird ein "rotation system" angewandt, das heißt alle 4-5 Tage werden die Weiden gewechselt, damit die Flächen sich etwa 90 Tage lang regenerieren können und das Gras wieder ordentlich anwächst.

Jedes Jahr kauft Elliot Böcke zu, um bei der Wolle seiner Zucht 18 Mikron zu erreichen - aus seiner Sicht die ideale Stärke für Wolle, die auf dem Sportsektor gefragt ist.  Es dauert sehr lange, etwa 10 Jahre, um die Wolldicke durch Züchtung zu verändern.

Elliot hat eine große Scher-Scheune mit zwei Stockwerken eingerichtet. Dort haben es die Schafe während der zwei Schertage schön trocken. Auf Stonehenge werden außerdem spezielle Scher-Aufsätze verwendet, um je nach Witterung mehr Wolle auf den Schafen zu belassen, damit sie nicht frieren. Auf den Weiden sind zudem natürliche Unterstände wie Bäume und Sträucher zu finden, die ausreichend Schutz vor der Witterung bieten.

Die Anforderungen, mit Wolle zu handeln sind aufgrund der schwankenden Preise und der zunehmenden Dürre in den letzten Jahren sehr viel härter geworden. Große Urlaube sind daher für die McShanes meist nicht drin, aber 1 bis 2 Wochen im Jahr besucht die Familie Verwandte und Freunde auf Tasmanien oder Mainland - doch auch dann kehren sie ein oder zwei mal auf die Farm zurück, um nach dem rechten zu schauen.