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Allergische Schockreaktion
Allergische Schockreaktion

Allergische Schockreaktion

Die allergische Schockreaktion ist im alpinen Raum eher selten, da hier die allergieauslösenden Stoffe in der Natur selten vorkommen. Falls sie eintrifft, kann es jedoch schnell lebensbedrohlich werden.

SCHRITT 1: SYMPTOME ERKENNEN
Bei einer allergischen Schockreaktion reagiert der Körper nicht nur an der Kontaktstelle mit dem Fremdstoff, sondern durch Schwellung, Rötung, Juckreiz oder Pustelbildung zentral im ganzen Körper.
Die Schleimhäute im ganzen Körper schwellen an und damit auch im Hals. Die große Gefahr besteht daher in einer akuten Atemnot, die sich innerhalb von Minuten einstellen kann. Diese Situation kann schnell lebensbedrohlich werden und ohne Abhilfe zur Bewusstlosigkeit führen.

SCHRITT 2: PSYCHISCHE BETREUUNG
Als Ersthelfer gilt es vor allem Ruhe zu bewahren und sich nicht durch die Angst und Hektik der betroffenen Person anstecken zu lassen. Während der Unterstützung bei der Suche nach dem Medikament sollte beruhigend und mit wohltuenden Worten auf die Person eingewirkt werden.

SCHRITT 3: UNTERSTÜTZUNG BEI EINNAHME DES PERSÖNLICHEN MEDIKAMENTES
Ist das Medikament gefunden (es ist eine Spritze und sieht in der Regel aus wie ein großer Stift), sollte dieses so schnell wie möglich appliziert werden. Das macht die betroffene Person selbst. Ein Ersthelfer darf unterstützen, wenn die Person nicht mehr die Kraft oder Koordination hat. Wichtig ist, dass dies unter Anleitung geschieht. Ein Ersthelfer darf selbständig kein Notfallmedikament geben! Da hier Schnelligkeit von großer Bedeutung ist, muss keine Kleidung entfernt werden. Die Spritze durchdringt alle Anziehsachen, auch Kletterhosen oder sogar Jeans. Als Einstichstelle ist der Oberschenkelmuskel am besten geeignet. Damit das Medikament vollständig in den Körper abgegeben wird, sollte die Spritze 10 Sekunden lang gehalten werden, bevor sie wieder entfernt wird. Das weiß die betroffene Person aber natürlich selbst am besten.

SCHRITT 4: NOTRUF JA ODER NEIN?
Nach Einnahme des Notfallmedikamentes verbessert sich die Atemnot normalerweise. Es kann nun gemeinsam besprochen werden, ob das Fortsetzen der Tour möglich ist oder ob abgeseilt werden muss.

SCHRITT 5: KEIN PERSÖNLICHES MEDIKAMENT ZUR HAND
Hat die betroffene Person kein Notfallmedikament dabei, oder kennt sie diese Reaktion nicht, ist sofort ein Notruf abzusetzen und es wird gemeinsam auf die Rettung gewartet. Wird die Person dabei bewusstlos, wird sie bei vorhandener Atmung in die stabile Seitenlage gebracht. Bei fehlender Atmung muss sofort mit der Reanimation gestartet werden.

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