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AUF EXPEDITION IM AFGHANISCHEN WAKHAN

Im Frühsommer 2016 brach das vierköpfige Team um den Expeditionsleiter Steffen Graupner auf zu einer Expedition in den afghanischen Pamir und den Hindukusch. Dabei gelang ihm und Matthias Müller die Erstbesteigung des Greta-Sar (6.080m) und des Koh-e-Wakhans (6.094m).

Der Wakhan ist ein Hochgebirge mit Gipfeln bis zu 7.000m im Nordwesten Afghanistans. Der sehr dünn besiedelte Korridor ist umringt von den Landesgrenzen zu Tadschikistan, China und Pakistan. Mit 90kg Gepäck und Proviant pro Person machte sich das Team um Steffen Graupner auf die fünfwöchige Expedition. Schon die Anreise erforderte viel Flexibilität, um die notwendigen Visa und Genehmigungen vor Ort zu erhalten. Auch der ungewöhnlich späte Wintereinbruch auf einigen Pässen zwang die Expeditionsgruppe zu einer Umplanung der Route des Akklimatisationstrekkings.

Neben den Erstbesteigungen in den Bergketten Koh-e-Aksu und Hinduraj war zudem auch die hydrogeographische Erforschung der Oxus-Quelle als Ziel der Expedition ausgegeben.

Nach der Akklimatisationstour stand die Erstbesteigung des höchsten Berges des Kleinen Pamirs an. Mit zwei Lastpferden und einigen Wakhi-Begleitern folgte die Expeditionscrew dem Flusslauf des Karajilga bis zu einer kleinen Almwiese, wo das Basislager aufgeschlagen wurde. Von dort aus kämpften sich Steffen Graupner und Matthias Müller zu zweit und 40kg schweren Rucksäcken in Richtung Berggipfel weiter, während ihre Begleiter im Basiscamp auf ihre Rückkehr warteten. Über Gletscherzungen und Lawinenkegel, durch einen Schnee-Wasser-Eis-Sumpf und schließlich durch hüfttiefen Pulverschnee erklommen sie schließlich als erste Menschen den Greta-Sar Gipfel (6.080m) und kurz darauf den Koh-e-Wakhan (6.094m). Sicher erreichten die beiden nach einer 17 stündigen Bergtour wieder ihr Gletscherlager und kehrten wohlbehalten nach Deutschland zurück.

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